Seelsorgeeinheit St. Maria / Hl. Geist 
in Weingarten

Bericht aus dem Kirchengemeinderat

Bericht von der Sitzung des Kirchengemeinderates der Seelsorgeeinheit St. Maria und Hl. Geist
In der Sitzung am 10. Mai wurde viel zurückgeschaut und berichtet.
An drei Wochenenden sammelten Mitglieder des Kirchengemeinderates nach den Gottesdiensten in unserer Seelsorgeeinheit Unterschriften für den Verein „pro concilio“. Der Verein möchte nicht untätig zuschauen, wie der Priestermangel in Deutschland immer noch größer wird. Sie sehen in ihrem Vorschlag, in Ehe und Beruf erfahrene Männer, sogenannte „viri probati“ zur Priesterweihe zuzulassen, eine Möglichkeit, die Versorgung der Kirchengemeinden mit Priestern zu verbessern.
270 Kirchenbesucher haben unterschrieben und dabei oft auch Fragen gestellt und ihre Meinung gesagt. Ein paar Beispiele: Warum wird der Zölibat nicht abgeschafft? Das wäre ehrlich und konsequent! Wann können in der Kath. Kirche endlich Frauen die Priesterweihe empfangen? In den Familien und in der Kirche sind es vorwiegend die Frauen, die den Dienst am Menschen ausüben! Einige Frauen haben deshalb konsequenterweise ihre Unterschrift verweigert. Manche wollen, dass alles so bleibt wie es ist, d. h. zölibatär lebende Priester und wenn es in Deutschland nicht mehr genügend Männer gibt, die diese Lebensform bejahen, solle die Kirche Priester z. B. aus Lateinamerika holen.
Den Kirchengemeinderatsmitgliedern brennt die Sorge um die Zukunft der Kirche unter den Nägeln. Sie setzen sich dafür ein, dass der Pflichtzölibat abgeschafft und auch Frauen der Zugang zu Weiheämtern ermöglicht wird.
 
Am 14.02. war eine gemeinsame Sitzung aller Kirchengemeinderäte Weingartens im Ev. Gemeindehaus. Hierüber gab es im Gremium nur positive Rückmeldungen. Die Mehrheit wünschte sich eine weitere Begegnung, etwa im Frühjahr 2018.
Am Montag, 22.05. führt die Bittprozession von St. Maria ausgehend zur Ev. Stadtkirche, wo dann eine Eucharistiefeier stattfindet. Das ist ein weiterer Schritt hin zu mehr gegenseitigem Kennen und Verstehen.
 
Weiter Diskussionspunkte waren das Jugendhaus Nazareth im Klösterle in Wangen und die Gestaltung der Fensterfront im Jugendbereich in St. Maria.
Vier Personen wurden neu für liturgische Dienste berufen. Sie werden zu gegebener Zeit der Gemeinde vorgestellt.
Elisabeth Emrich / Benno Ohrnberger 


Bericht von der Sitzung des Kirchengemeinderates
Die Tagesordnung war für die letzte Sitzung des Kirchengemeinderates umfangreich und verschiedene Themen wurden kontrovers diskutiert.
Als Gäste konnten Pfarrerin Marit Hole von der Evangelischen Gemeinde sowie drei ehrenamtliche Mitarbeiter/innen im Krankenhaus 14 Nothelfer, Weingarten, begrüßt werden. Nicht zuletzt im Hinblick auf das Projekt „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten“ (KiamO) wurden die verschiedenen ehrenamtlichen Dienste im Krankenhaus vorgestellt und es erfolgte ein Austausch über die Veränderungen, die sich bei der Zusammenarbeit mit dem neuen Krankenhausträger ergeben haben.
Im Zusammenhang mit dem Memorandum der „Initiative pro Concilio“ wurde der Beschluss gefasst, dass der Kirchengemeinderat dieses Projekt mit einer Unter-schriftenaktion unterstützen wird. Das Gremium fordert in diesem Zusammenhang, dass außer „viri probati“ als weiterem neuem Zugang zum Kirchlichen Amt auch weiterhin ernsthaft über eine Ordination der Frau nachgedacht wird. Die Frage „Wie hat Jesus die Kirche gewollt“ müsste dabei eine wesentliche Rolle spielen.
Viel Zeit nahmen die weiteren Tagesordnungspunkte in Anspruch: „Antrag auf Aufnahme des Weingartener Blutritts in die Liste des „Immateriellen Kulturerbes“ der UNESCO sowie die Kirchliche Wohnraumoffensive Oberschwaben, welche die CARITAS anregt und gemeinsam mit der Gesamtkirchengemeinde durchführen will.
Außerdem wurde der KGR über den Stand der Umsetzung „der bischöflichen Verordnung zur Prävention von sexuellem Missbrauch“ in Kenntnis gesetzt. Es waren alle Kirchengemeinderäte der Meinung, dass ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis nur von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorgelegt werden muss, wo es aufgrund ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zwingend erforderlich ist. Die Umsetzung des Themas für unsere Kirchengemeinden wird in einer Sitzung des Gesamtkirchengemeinderates besprochen.
Christine Zweifel